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Angriff auf Tagatar

Zeitungsartikel in der bekannten Akloner Tageszeitung Der „Schild” vom 05.02.2025

Am 31.01.5025 zogen insgesamt sieben Kontingente in den Nebelring um die Stadt Tagatar. Geführt durch Vertreter der ultorianischen Kirche bestand der Heerzug aus Mitgliedern unterschiedlichster Fraktionen. Verschiedene Länder und Religionen hatten Streiter entsandt, um gegen die Bedrohung eines Feindes mitten in Aklon vorzugehen. In den späten Mittagsstunden rückten die Einheiten vor und verschwanden im Nebel. Bis heute gelten sechs der sieben Kontingente als verschollen. Die ca. zwei Dutzend Überlebenden des siebten Zuges, die in den Abendstunden des 31.01.5025 den Nebel wieder verließen, berichten von massiven koltischen Truppen, die sie dort, wo sich in der Zeit vor der Nebelwand das Gehöft „Lennards Hof” befand angegriffen haben. Die Schlagkraft des Feindes soll gewaltig gewesen sein und die alliierten Truppen hatten keine Chance auf Gegenwehr. Selbst den Rückzug überlebten nur Wenige. Gerüchte besagen, es sei den Überlebenden gelungen wichtige Informationen über den Feind und seine Befestigungen in Tagatar zu erlangen. Hier scheint zumindest ein Funken der Hoffnung aus dem Nebel zurückgekehrt zu sein. Es fällt jedoch schwer mit diesem kleinen Trost die Lücken in zahlreichen Familien und anderen Gemeinschaften zu schließen, die dieser schwarze Tag gerissen hat.

Zum momentanen Zeitpunkt geht man davon aus, dass sich knapp 1000 Recken in sieben Kontingenten in den Nebel begaben. Es ist relativ sicher, dass alle Streiter des siebten Zuges, bis auf die wenigen Überlebenden die den Nebel noch am gleichen Tag wieder verlassen konnten, im Kampf für ihren Glauben und ihr Land gefallen sind. Die anderen 6 Kontingente gelten als verschollen. Möge Ultor ihren Seelen den Weg ins Elysium gewähren.

Lobet Ultor

Auf den Straßen Aklon Stadts erzählt man sich, dass die ultorianische Kirche den Besitz von so genannten Geheiminformationen bezüglich des Feindes in Tagatar bestätigt. Der Verfasser des obigen Artikels wurde noch am Tag des Erscheinens aus der Redaktion des „Schild” entlassen. Sein momentaner Aufenthaltsort gilt als unbekannt.

Zeitungsartikel in der bekannten Akloner Tageszeitung „Der Schild“ vom 06.02.5025

Gegendarstellung

Die heilige Synode zu Aklonstadt gibt folgendes bekannt:

Tatsächlich ist der Angriff auf die Stadt Tagatar gescheitert. Abgesehen von dem so genannten siebten Zug , gab es aber kaum Verluste. Bei den anderen Zügen handelte es sich nur um Aufklärungskommandos, die vorrangig Informationen über die Stellungen des Feindes innerhalb des Nebels gewinnen sollten. Durch den heldenhaften Einsatz der kämpfenden Einheit des siebten Zuges und der Tatsache, dass sie mit ihrem Opfer einen großen Teil der in Tagatar stationierten Einheiten des Feindes banden, gelang es den meisten Mitgliedern der Aufklärungskommandos wohlbehalten zurückzukehren. Tatsächlich gab es nur knapp 100 Tote bzw. vermisste Personen. Die gewonnenen Informationen sind von entscheidendem Wert für den Sieg. Der Fall Tagatars liegt nun in naher Zukunft.

Lobet Ultor